Es wurde schon seit Monaten immer wieder darüber berichtet, dass Teldafax kurz vor einer Pleite steht. In letzter Zeit haben sich die Hinweise immer weiter verdichtet. So sperrte u.a. Vattenfall den Zugang zu seinen Stromnetzen in Hamburg und Berlin für Teldafax. Der Grund: offene Rechnungen für den Netzzugang wurden nicht bezahlt. Allein dadurch sollen über 40.000 Kunden für Teldafax weggefallen sein.

Teldafax war auf eine bedingungslose Neukundenakquise ausgerichtet. Dafür wurden in den letzten Jahren auf Verträge mit Kunden abgeschlossen, die für das Unternehmen ein Minusgeschäft bedeutete. Das kann natürlich auf Dauer nicht funktionieren. Durch die in letzter Zeit vielen Medienberichte über eine mögliche Pleite dürfte das Neukundengeschäft in letzter Zeit nicht sehr gut gelaufen sein.

Besonders bitter dürfte es aber einige Kunden treffen, die ihren Strom per Vorauskasse besonders günstig bekommen sollten. Stromanbieter bieten bei einer Vorauskasse über 12 Monate den Strom meist besonders günstig an. Das hat allerdings den Nachteil, das die bezahlten Beträge bei einer Pleite des Unternehmens verloren sind. Hat man also z.B. erst 8 Monate Strom geliefert bekommen ist das Geld für die restlichen 4 Monate praktisch verloren. Beim neuen Stromanbieter muss für den ab dann gelieferten Strom auch bezahlt werden.

Was hat die Teldafax Pleite für Auswirkungen auf die Stromkunden?

Nicht viel. Eventuell per Vorauskasse bereits gezahlte Beträge sind wohl leider verloren. Der Strom wird nicht einfach abgestellt sondern weiterhin geliefert. Der lokale Grundversorger für Strom springt mit der Stromlieferung ein. Allerdings muss dieser Strom dann auch ab dem Lieferdatum durch den Grundversorger erneut bezahlt werden. Eine Vorauskasse bei Teldafax wird ihnen also nicht angerechnet.
Viele Stromkunden sind vermutlich gerade vom lokalen Grundversorger gewechselt, da der Strompreis höher als bei anderen Stromanbietern war. Daher sollten Teldafax Kunden unbedingt nach alternativen Stromanbietern suchen um einen günstigen Anbieter zu finden. Um Probleme mit der Pleite eines Anbieters zu vermeiden empfehlen wir ihnen dringend keine Vorauszahlung über ein Jahr zu vereinbaren. Die monatliche Abschlagszahlung ist die sicherste Methode, Verluste zu vermeiden.

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Der Stromkonzern Vattenfall hat in Hamburg und Berlin deutliche Strompreiserhöhungen angekündigt. Private Haushalte sollen 9,9% mehr bezahlen. Unternehmen soll es sogar mit einer Erhöhung der Strompreise um 11% treffen. Betroffen sind in Hamburg etwas über 80% der Haushalte, in Berlin sind es ca. 1,6 Millionen betroffene Stromkunden. Als Grund werden gestiegene Kosten durch das EEG angegeben.

Das EEG ist das “Erneuerbare Energien Gesetz”, mit dem Ökostrom in Deutschland gefördert werden soll um die Energiewende zu fördern. Durch den Solarboom entstehen dadurch hohe jährliche Kosten, die auf alle Stromkunden zurückfallen. Umstritten ist allerdings die Höhe der nötigen Strompreiserhöhungen. Während Stromfirmen die gestiegenen Kosten für die Förderung als Grund angeben sehen Verbraucherschützer dies anders. Laut ihnen sind zwar Erhöhungen nötig, aber nicht in dieser Höhe. Sie werden den Energieunternehmen vor, Preiserhöhungen auf kosten der erneuerbaren Energien durchzuführen.

Der Stromkunde hat letztendlich nur eine Wahl: Führen sie einen Vergleich von Strompreisen durch und finden sie einen günstigeren Stromanbieter. Es gibt mittlerweile über 900 Anbieter auf dem deutschen Strommarkt. Da ist die Chance groß, dass sie einen Stromanbieter finden, der günstiger ist als ihr bisheriger Stromanbieter. Für einen Vergleich geben sie einfach den jährlichen Stromverbrauch in kWh und die Postleitzahl ein. Anschließend empfehlen wir die Zahlungsweise auf “monatlich” zu setzen um zu verhindern, dass das Geld einer Jahresvorkasse bei einer Insolvenz des Anbieter weg ist.

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